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Theo´s Tipp im Juli 2020

Liebe Gartenfreunde,

Der Juni 2020 war in den meisten Gegenden recht regnerisch. Das hat uns vor der großen Trockenheit der vergangenen Jahre bewahrt. Mit Ausnahme der Küstenregionen und des Süd-Ostens in Deutschland fehlt aber noch Wasser in den tieferen Bodenschichten.

Die erste Rosenblüte ist inzwischen vorüber. Mehrmals blühende Strauch-, Beet- und Edelrosen sind jetzt für den zweiten Flor vorzubereiten. Dazu schneiden wir Verblühtes großzügig aus und düngen die Rosen. Außerdem kontrolliere ich die Rosen regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge und entferne dabei (wichtig) abgefallene, pilzkranke Blätter aus dem Beet um die Infektionsketten zu unterbrechen.

Im Gemüsegarten ist die Erntezeit in vollem Gange. Lange Triebe der Tomaten binden wir an, damit sie nicht unter der Last der Früchte abknicken. Tomatenpflanzen sind außerdem regelmäßig auszugeizen. Dazu Seitentriebe abbrechen, damit die Früchte mehr Licht bekommen. So entfernt man gleichzeitig einige Blätter, was sich förderlich auf den Ertrag auswirkt.

Im Nutzgarten sind Zwischenfrüchte wertvolle Helfer. Abgeerntete Beete können hiermit begrünt werden. Zwischenfrüchte haben hervorragende Wirkweisen, wenn diese richtig eingesetzt werden. Zum einen die phytosanitäre Wirkung: baut man nicht verwandte Früchte an, können Pflanzenkrankheiten nicht weitergegeben werden. Dabei bitte die Fruchtfolge berücksichtigen. Verwandte Pflanzen tragen Krankheiten weiter. Deshalb sollten keine Leguminosen als Zwischenfrüchte angebaut werden, wenn diese hinterher als Hauptfrucht ins Beet sollen (z.B. Hauptfrucht Erbsen, sind Leguminosen, dann keine Zwischenfrucht Lupinen, sind auch Leguminosen). Oder Kreuzblütler wie Senf als Zwischenfrucht wenn hinterher andere Kreuzblütler wie Kohl angebaut werden. Nichts falsch macht man mit Phazelia, die mit keiner Nutzpflanze verwandt ist. Man kann mit Zwischenfrüchten einiges für die Bodengesundheit tun. Ich sähe nach Frühkartoffeln gerne Tagetes, da hiermit die Kartoffelnematoden (Kleine Würmer) verschwinden sollen. Alle Zwischenfrüchte beugen der Bodenerosion vor, erhöhen die Gare und sind wertvolle Nektarlieferanten für Bienen.

Im Juli steht der Lavendel in voller Blüte. Ich schneide jetzt etwas Lavendel. Anschließend werden die Blüten getrocknet und in kleine Säckchen eingenäht. In den Kleiderschrank gelegt, vergrämt dies Motten. Schädlich sind die Larven der Motten, die an Textilien, Teppichen und Wäsche nagen. Ich finde, dass Lavendel sehr gut in unsere Rosen- und Staudenbeete passt. Lavendel ist auch eine Pflanze, die gut mit der Trockenheit zurecht kommt.

Und bei der ganzen Arbeit im Garten das Genießen nicht vergessen. Jetzt kann man abends lange im Garten sitzen. Ich warte dann gerne auf die Dämmerung und tolle Sonnenuntergänge.  Ich habe auch Fledermäuse, die ich gerne gegen den späten Abendhimmel als Flugakrobaten beobachte. Das sind tolle Flieger.

Euer Theo

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